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Olivenöl aus Torroella de Fluvià
Dauro de L'Emporà - Extra vergines Olivenöl
Wenn man von Figueres in Richtung La Bisbal fährt, kommt man vor dem Dorf Torroella de Fluviá an großen, gepflegten Flächen junger Olivenbäume entlang. Im Dorf selbst erzählen alle stolz von "Dauro" dem besten Olivenöl Spaniens - made in Torroella de Fluviá. Der Dorfladen führt das Öl leider nicht. Es wird hauptsächlich für Gourmetrestaurants und den Export (Deutschland, Schweiz, Japan, Schweden...) hergestellt. Neugierig geworden, baten wir bei dem Produktionsleiter um einen Besichtigungstermin in der Ölpresse.
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Pau Recio Núñez begrüßte uns an einem Montagmorgen um 9.00 Uhr auf dem Gelände von "la Bomba", wie das Gut von Dauro de L'Emporà im Volksmund genannt wird.
Señor Pau nahm uns in seinem Landrover zuerst auf eine Rundfahrt durch Felder, Wälder und Olivenhaine der Finca mit. Auf dem 300 Hektar großen Landgut werden nicht nur Oliven angebaut, es gibt Mais- und Getreidefelder, Sonnenblumen, Futterklee und Pferdeweiden. Wir holperten über die Landwirtschaftswege vorbei am Pferdealtersheim einer großen Koppel mit Baumbestand und neuem Offenstall für glückliche Pferderentner. Weiter ging es über einen kleinen Fluss, der schon mal mächtig werden kann, bis zu einem Schilf umstandenen Wasserparadies für Vögel. In diesem kleinen See wird das Wasser der tiefer liegenden Felder gepumpt, damit bei Regen dort keine weiteren Seen entstehen. Dahinter beginnen die Olivenhaine. Auf 110 Hektar Fläche der Finca werden drei Sorten Oliven angebaut: Arbequina (80 %), Hojiblanca- und Koroneiki-Oliven (20%). Der Anbau erfolgt konventionell und respektiert den natürlichen Zyklus der Natur. Auf einem Hektar Land stehen 355 Bäume im Abstand von 7,5. x 3,75 Metern. Die Grasvegetation zwischen den Reihen verhindert die Erosion und unterstützt den Lebenszyklus nützlicher Insekten.
Die Bewässerung und Düngung der Anpflanzungen erfolgt in der Nacht tropfenweise durch die Bewässerungsanlage. Das integrierte Produktionssystem respektiert den natürlichen Zyklus der Natur und entspricht allen europäischen Normen. Die einheimische Flora und Fauna wird geschont, und es kommen nur ein Mindestmaß an Dünger- und Pflanzenschutzmitteln zum Einsatz.
Geerntet wird mit der Super-Máquina GREGOIRE 133-V. Diese Maschine ersetzt etwa 100 Pflücker. So kann der gesamte Olivenertrag von zwei Leuten innerhalb von 22 Tagen eingefahren werden. Vor der Ernte wird per Test im Labor der ideale Reifezeitpunkt der Frucht bestimmt. Sobald die Oliven ihren maximalen Fruchtausdruck erreicht haben, wird mit der Ernte begonnen. Die Zeitspanne zwischen Pflücken und Pressen ist extrem kurz, die Presse befindet sich auf dem eigenen Gut. Wir fahren dahin zurück durch eine alte Allee und zwischen gelben Strohballen hindurch, begrüßen den Fahrer einer Erntemaschine und bekommen schließlich auf dem Hof die neueste Olivenöltechnik präsentiert.
Während die Pflückmaschine weiter arbeitet, werden bereits die ersten gepflückten Oliven hier gepresst, erzählt uns Señor Pau. Die maximale Zeitspanne zwischen Ernte und Pressung beträgt zwei Stunden. Dieser revolutionäre und schnelle Arbeitsprozess garantiert die außergewöhnliche Qualität des gewonnenen Olivenöls. Bei der Verarbeitung wird auf höchste Sauberkeit geachtet. Zum Mahlen der Oliven benutzt man eine extra entwickelte Mühlenkombination, die schonend bei niedriger Temperatur arbeitet.
Anschließend wird die Olivenpaste 45 Minuten unterhalb einer Temperaturgrenze von 27ºC kalt gepresst. Zentrifugen trennen Öl und Wasser. Das fertige Öl lagert in Edelstahltanks bei einer Temperatur von konstant 20°C und wird nach Eingang der Bestellungen in dunkle, UV-beständige Flaschen abgefüllt.
Señor Pau zapft uns ein Gläschen des edlen Olivensafts. Der Duft, der unsere Nasen kitzelt, ist fruchtig-würzig und einmalig: Tomate, Artischocke, grüne Bohnen, frische Wildblumen, Orangenblüten; grüne Olive, Apfelschale, grüne Banane, Kiwi, Grapefruit, Pistazie, Bittermandel alles ist möglich. Der Geschmack sucht seines gleichen: sehr mild wie junges Gartengemüse mit minimaler Bitternote, etwas Schärfe und dezenten Obstaromen mischt er sich mit der Intensität vollreifer schwarzer Oliven.
Die Ernteerträge von Dauro de L´Empordà liegen auf Grund des Qualitätsanspruchs nur bei 13-14%. Normaler Weise rechnet man in der Olivenölproduktion mit einer Ausbeute von 20-22%. Mit Dauro de L´Empordà wurde das Konzept der Olivenölherstellung in Spanien revolutioniert.
Das Öl hat ein hohes Niveau an Ölsäure (74%) und Antioxydanten und empfiehlt sich als gesunder Bestandteil einer mediterranen Diät.
Wir bedanken uns herzlich für die ausführlichen Erklärungen und nehmen gern eine frisch gezapfte Flasche Öl zum weiteren Test mit nach Hause. Die zahlreichen Preise, Auszeichnungen und internationalen Bestellungen für Dauro de L´Empordà bestätigen das Erfolgs-Konzept "Qualität statt Masse".
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