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Wo die alten Griechen und Römer wohnten
Die Zitadelle von Roses und das Museum „Museo de la Ciutadella de Roses“
Die Zitadelle ist der Ursprung Roses. Hier siedelten bereits im 5. Jh. v. Chr. die ersten Griechen und im 3. Jh. n. Chr. befand sich hinter den imposanten Mauern eine Römerstadt. Reste einer Klosterkirche aus dem 11. Jh. findet man noch heute. Man spaziert hinter den Festungsmauern über grüne Wiesen und schätzt die Kulisse mit den eindrucksvollen Ruinenresten aus vergangenen Jahrhunderten, gerahmt von Bergen und Meer. Unterhalb der Mauern grasen Esel und Ziegen friedlich zwischen Enten und Gänsen am Wegesrand. Wir schauen eine Weile träumend zu, bevor wir uns genauer mit Geschichts- und Kulturdaten des historischen Ensembles auseinander setzen.
Roses wurde ursprünglich als griechische Kolonie unter dem Namen Rhode gegründet.
Der alte Stadtkern wurde im 16. Jh. von dicken Festungsmauern beschützt. Heute ist der Besuch der Zitadelle ein Muss für jeden, der nach Roses kommt. 1961 wurde die Anlage zum historisch-künstlerischen Gesamtkomplex ernannt.
Innerhalb der Zitadelle findet man Reste diverser Epochen und Besatzungen nebeneinander. Die militärische Festung mit der monumentalen Pforte zum Meer Puerta de Mar ist 131.480 Quadratmeter groß. Die im Renaissance-Stil im Jahre 1543 erbaute Festungsanlage wurde von italienischen Ingenieuren im Auftrag von Karl V. entworfen. Das groß angelegte Verteidigungssystem am Rande der Pyrenäen sollte dem Druck des französischen Heers, den Türken und den Attacken der Piraten gleichermaßen als Bollwerk entgegen stehen und die Bewohner schützen. Die Bauarbeiten begannen 1539 unter der Leitung von Luigi Pinzano aus Padua und dauerten bis zum Jahre 1543 an.
Ende des 16. Jh. wurde der ganze Komplex weiter verstärkt und modifiziert und erhielt in etwa seine heutige Form ein unregelmäßiges Fünfeck mit nach innen geneigten Ziegelmauern, Schanzen, Grabenanlagen und fünf Bastionen. Die Mauern umschlossen Pulvermagazin, Kasernen, antike und mittelalterliche Siedlungen, ein Hospital und das romanische Kloster Santa Maria. 1814 wurde das Bollwerk von den Franzosen gesprengt. Das Portal del Mar blieb zum Glück erhalten, und heute sind die Lücken im Festungswall mit Metallelementen, die modern zur alten Steinmauer kontrastieren, gelungen geschlossen.
Im Inneren der Zitadelle findet man bedeutende archäologische Funde mit Resten der griechischen Stadt Rhode, die 776 v. Chr. von den Rhodesern gegründet wurde - weiterhin das helenistische Stadtviertel,
das seinen höchsten Aufschwung im 4. und 3. Jh. v. Chr. erlebte - die romanische Stadt, die auf die Epoche zwischen dem 2. Jh. v. Chr. und dem 6. Jh. n. Chr. datiert wird sowie das romanisch-lombardische Kloster von Santa Maria aus dem 11. Jahrhundert und die Funde aus dem 19. Jahrhundert.
Das gut erhaltene Portal de Mar ist ein stilreines Renaissance-Bauwerk aus weißem Marmor.
In den Sommermonaten finden viele Konzerte und Veranstaltungen innerhalb der Festungsmauern der Zitadelle statt. Das Spektrum reicht von Klassik über Jazz bis hin zu Rock und Popp. Nirgendwo sonst kann man eindrucksvoller Musik und Kultur unter freiem Himmel genießen.
Neu ist jetzt das Museum Museo de la Ciutadella de Roses zu besichtigen. Hier findet man viele Fundstücke aus den vergangenen Epochen der Anlage ansprechend präsentiert. Es gibt Lichtschaukästen, Stadt-Modelle, Tonscherben, alte Münzen und Schiffsmodelle zu bewundern. Am Ende des Rundgangs läuft man durch einen 1:1 nachempfundenen mittelalterlichen Marktstand. Interessant zu erwähnen ist, dass das damalige Rhode über ein eigenes Zahlungsmittel verfügte: der Drachme von Rhode. Im Museum kann man das Original sehen und als Mitbringsel und Andenken in Kopie auch erwerben. Der Eintritt in die Zitadelle und das Museum ist frei. Ausgenommen sind die Kulturveranstaltungen, wie z.B. das Sommerkonzert im Rahmen der Reihe Musik in Schlössern und Burgen.
Das Tourismus-Büro der
Gemeinde von Roses organisiert jeden ersten Samstag im Monat um 10 Uhr kostenfreie Führungen. Für weitere Informationen und Reservierung wenden Sie sich bitte an das Tourismus-Büro,
Tel. 902 10 36 36.
Öffnungszeiten
Ostern bis Ende September: 9.00 20.00 Uhr
Von Oktober Ostern
9.00-18.00 Uhr
www.rosesfhn.org
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