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mel für Qualität und Erfolg.
So auch in der Bodega Es-
pelt in Vilajuiga.
Zu den traditionellen roten Reben
des Empordà gehören Carignan,
Samsó und Garnacha. Gern er-
gänzt man zeitgemäß das Sor-
timent mit Tempranillo, Cabernet
Sauvignon, Merlot und Syrah.
Bei den weißen Rebsorten sind
Garnacha blanca, Xarel•lo
und Macabeo traditionell, aber
man trifft auch auf Muskateller,
Chardonnay, Sauvignon Blanc
und Gewürztraminer. Die im Em-
pordà gekelterten Rotweine sind
von hoher Qualität, körperreich,
gut strukturiert und harmonisch. Re-
serva- und Crianza-Weine punk-
ten mit fruchtigen Aromen und vol-
lemGeschmack. DieWeißweine
prickeln frisch mit leichter Süße.
Die Roséweine - eisgekühlt serviert
- punkten mit Beerennote und mä-
ßigem Alkoholgehalt. Besondere
Anlässe feiert man mit sprudelnd
schäumenden Cavas, von denen
manche durchaus Schampusqua-
lität haben. Als Besonderheit der
Region gilt der Garnatxa de
cha, que se complementan
con Tempranillo, Cabernet,
Sauvignon, Merlot o Syrah. Las
variedades tradicionales de uva
blanca son Garnacha blanca,
Xarel•lo y Macabeo, pero hoy
también se cultivan Muskateller,
Chardonnay, Sauvignon Blanc y
Gewürztraminer.
Los vinos tintos del Empordà son
de buena calidad, de mucho
cuerpo, buen estructurados y ar-
mónicos. Vinos de reserva y crian-
za convencen con aromas afruta-
dos y pleno sabor.
Los vinos blancos convencen con
frescor y dulce. Los vinos rosados
– servidos helados – impresionan
con matices afrutados y modera-
da graduación alcohólica. Mo-
mentos festivos se acompañan
con cava espumeante, algunas
variedades del cual llegan a te-
ner la calidad de champán. Una
especialidad regional es el Gar-
natxa de l’Empordà, un excelente
vino de postre, a partir de la uva
negra de la garnacha.
l’Empordà, ein Dessertwein aus
der ausgereiften Garnatchatrau-
be. Ökologischer Weinanbau ge-
winnt in den letzten Jahren zuneh-
mend an Bedeutung. Engagierte
junge Oenologen mit internatio-
naler Erfahrung haben die Tradi-
tion des Weinanbaus neu belebt
und sorgen für Bewegung auf
dem Markt mit der Herkunftsbe-
zeichnung DO Empordà.
Die jährlich stattfndende Wein-
messe des Empordà Anfang Sep-
tember in Figueres auf der Ramb-
la ist die ideale Möglichkeit, die
Weine der Region zu testen und
seinen Favoriten zu küren. Vom
8. bis zum 11. September wird
die Rambla von Figueres wie-
der einmal zum Standort für die
inzwischen 27. Weinmesse des
Empordà. Wein- und Delikates-
senproduzenten der Region bie-
ten ihre Produkte zum Direktkauf
an. Wer den Messetermin nicht
wahrnehmen kann - viele Wein-
güter bieten Führungen nach te-
lefonischer Anmeldung, Wein-
proben und Direktverkauf in ihrer
Bodega an.
En los últimos años, la viticultura
ecológica ha cobrado más y más
importancia. Enólogos jóvenes
con experiencia internacional se
han comprometido a renovar la
tradición vitivinícola y el mercado
de la DO Empordà.
La anual Feria del Vino del Empor-
dà en la rambla de Figueres, a
principios de septiembre, es una
ocasión ideal para catar los vinos
de la región y encontrar sus favo-
ritos personales. La Rambla de Fi-
gueres volverá a ser un año mas
el marco para la celebración de
una nueva edición de la “Mostra
del Vi de l’Empordà”.
La muestra reúne a diferentes bo-
degas elaboradoras de vino de la
D.O. Empordà, así como produc-
tores de alimentación, que ofre-
cen sus productos en 24 estands
para la venta directa.
Todos aquellos que no puedan
asistir, también tienen la posibili-
dad de ponerse en contacto direc-
to con las bodegas, muchas de
las cuales ofrecen venta directa,
catas y visitas guiadas.
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Weihnachten steht vor der Tür
und damit die große Suche nach
dem richtigen Geschenk. Nicht beson-
ders originell, aber trotzdem gern ge-
sehen sind – Bücher. Leser jedoch sind
oft anspruchsvolle Menschen, die sich
nicht über jeden beliebigen Bestseller
freuen. Natürlich kann man immer zu
den Klassikern greifen, aber wer Stilsi-
cherheit und eigenen Geschmack be-
weisen will, traut sich unter den
Neuerscheinungen der letzten Jahre
nach versteckten Kleinoden zu suchen.
Tut man dies in einer spanischen Buch-
handlung, wird man nicht lange brau-
chen, um auf den Namen von Mario
Vargas Llosa zu stoßen. 1936 in Peru
geboren, Schriftsteller und Politiker,
Weltbürger und kritischer Denker, hat
Vargas Llosa sich in der Welt der Poli-
tik nicht nur Freunde gemacht (wie
könnte es anders sein?), jedoch einen
unumstrittenen Platz in den vordersten
Reihen der größten noch lebenden
Schriftsteller erschrieben. Ein wunder-
bares Weihnachtsgeschenk wäre sein
2003 erschienener Roman „Das Para-
dies ist anderswo“, im Original „El Pa-
raíso en la otra esquina“.
Die zwei Protagonisten der Geschichte
– Flora Tristán und Paul Gauguin – sind
eng an die historischen Persönlichkei-
ten gleichen Namens angelegt. Flora
Tristán (1803-1844), Nachkomme pe-
ruanischer Adliger, wurde in Frankreich
in die Armut geboren und erlebte nicht
nur in ihrer persönlichen Biographie das
Elend der Ausgebeuteten und des recht-
losen schwachen Geschlechts in den
Anfangszeiten der Industriellen Revolu-
tion. Auf Reisen durch England, Peru
und Frankreich erkundete sie die unter-
sten Milieus der Gesellschaft und wurde
zu einer glühenden Kämpferin für die
Rechte der Frauen und Arbeiter. In meh-
reren Büchern verarbeitete sie ihre Er-
fahrungen und entwarf eine Vision für
eine solidarische und gerechte Gesell-
schaft, an deren Verbreitung sie uner-
müdlich arbeitete und schließlich gar
vor Erschöpfung starb. Paul Gauguin
(1848-1903), ein Enkel Flora Tristáns,
entfloh dagegen schon früh den Zwän-
gen der Gesellschaft, indem er auf
einem Handelsschiff anheuerte und erst
nach einer halben Weltreise in das
bourgeoise Leben eines Börsenmaklers
zurückkehrte. Einige Jahre danach
kehrte er diesem jedoch erneut Rücken,
dieses Mal zu Gunsten seiner spät ent-
deckten Leidenschaft: der Malerei. Im
ländlichen Frankreich, auf den Inseln
der Südsee und auf seinen Leinwänden
suchte er nach dem verlorenen Paradies
der nicht durch das moderne Leben kor-
rumpierten Gesellschaften, die in Frei-
heit ihre natürlichen Triebe ausleben.
Ebenso wenig wie Flora Tristán sollte er
jedoch sein Paradies zu Lebzeiten fin-
den und verstarb halb blind und schwer
krank am anderen Ende der Welt.
Weihnachten, selbst ein Festtag von Vi-
sion und Heilversprechen, ist ein guter
Anlass, sich näher mit diesen beiden
Persönlichkeiten zu beschäftigen – ste-
hen sie doch für ganz und gar gegen-
sätzliche Paradiese, eines verloren in
der Vergangenheit, das andere in der
Zukunft. Trotzdem sind beide von Wer-
ten bestimmt, die sich sehr gegenwärtig
annehmen: von Solidarität auf der
einen Seite und Individualismus auf der
anderen. Nutzen wir die Zeit der Be-
sinnung und denken über unsere heu-
tige Gesellschaft nach, dann stellt man
schnell fest, dass die letzten Jahrzehnte
Christmas stands right ahead the
door and with it the big search for
the right gift. Not especially original but
seen with good grace are – books. Ho-
wever, readers are often demanding
and not exited for any bestseller. Need-
less to say that you can always grab for
the classic, but who wants to prove a
reliable sense of style and personal taste
has the heart to search for the hidden
pieces of jewellry among the new pu-
blications of the last years. Performing
this way at a Spanish bookshop, you
will not need long to come across the
name of Mario Vargas Llosa. Born in
Peru in 1936, being author and politi-
cian, cosmopolitan and critical thinker,
Vargas Llosa did not only make friends
in the political world (how could it be
different?) but wrote himself in an indis-
putible position upon the front ranks of
eindeutig vom Individualismus bestimmt
waren, der mit steigendem Wohlstand
zunehmend mächtiger wurde. Die Soli-
darität hingegen, seit jeher Teil christli-
chen Selbstverständnisses, wurde in
Zeiten zockender Eliten und verarmen-
der Unterschichten zynisch als Gut-
menschentum verlacht. Im Angesicht
von Wirtschaftskrise, sozialem Un-
gleichgewicht und Klimawandel sollte
es diese Weihnacht nicht nur von den
Kanzeln schallen: wenn wir diese bei-
den Werte auf die Waagschale wer-
fen, sollten wir besser noch zu unseren
Lebzeiten zu einem neuen Gleichge-
wicht zurückfinden.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel
Spaß beim Aussuchen der Geschenke
und ein frohes Fest!
C O N : T E X T O S
the major writers still alive. A wonderful
Christmas present would be his novel
“The way to paradise”, original title “El
Paraíso en la otra esquina“.
The two protagonists of the story – Flora
Tristán and Paul Gauguin – are closely
connected to the historical personalities
of the same name. Flora Tristán (1803-
1844), descendant of Peruvian nobility,
was born into poverty at France and did
not only experience the affliction of the
exploited and oppressed weak gender
in her own biography during the outset
of the industrial revolution. Travelling
through England, Peru and France she
explored the bottom milieu of the society
and advanced into a fervid revolutio-
nary for the rights of womankind and la-
bour. In several books she dealt with her
experiences and formulated a vision of
a solidary and fair community, whose
circulation she worked on unresting until
she died of exhaustion. Paul Gauguin
(1848-1903), grandson of Flora Tristán,
in contrast, early escaped from social
bondages signing on a merchant ship,
only returning after a half around the
world trip into the bourgeois life of a
stockbroker. Several years later he again
turned his back onto that, this time in fa-
vour of his late discovered passion:
painting. In rural France, on the island of
the South Seas and on his canvas he se-
arched for the lost paradise of a society
living out their natural instincts and not
being corrupted by modern life. Just as
Flora Tristán he never found his paradise
in lifetime and died half blind and criti-
cally ill at the back of beyond.
Christmas, a festive day full of visions
and promises of salvation, holds a good
occasion to engage closely with these
personalities – standing for well and truly
Winteröf fnungszei ten! Mo. - Fr. 9 - 15 Uhr, Sa geschlossen